
1926 kauften die Berufsgenossenschaft deutscher Bühnenangehöriger und der Schutzverband deutscher Schriftsteller in Wilmersdorf zwischen Laubenheimer Str., und Breitenbachplatz ein Baugrundstück, auf dem bis 1931 eine nach dem Modell der Gartenstadt gestaltete Künstlerkolonie entstand – mit dem klaren Ziel, für Künstlerinnen und Künstler, Alleinstehende und Familien bezahlbaren und gemeinschaftsfördernden Wohnraum zu schaffen.
In der roten Tintenburg wohnten z.B. Ernst und Karola Bloch, Alfred Kantorowicz, Arthur Koestler, Eva und Ernst Busch, Hans Sahl, Walter Hasenclever, Günter Ruschin und Steffi Spira, Walter Zadek, Mary Tucholsky, Hedda Zinner, Franz Blei, Hans Scharoun und Dinah Nelken, um nur einige zu nennen.

1933 wurde die KÜKO zur Zielscheibe von SA-Schlägertrupps. Jedoch wurde Widerstand geleistet, zuerst offensiv, dann illegal im antifaschistischen Untergrund. Ein Drittel der Künstlerkolonist/innen musste nach 1933 aus Hitler-Deutschland fliehen.
Wir treffen uns zur Ortsbesichtigung eines Wohnmodells, das Geschichte schrieb und gehen den Spuren einiger prominenter Bewohnerinnen und Bewohner in der Künstlerkolonie nach.
Unser Rundgang endet auf dem Künstler-Friedhof in der Stubenrauchstr. bei Paul Zech, Marlene Dietrich, Helmut und June Newton.
Treffpunkt: Vor dem Kunstraum der Künstlerkolonie e.V., Breitenbachplatz 1
Dauer des Rundgangs: 2 Stunden
Teilnahmebeitrag: 15 €, zahlbar in bar vor Beginn des Rundgangs
Anmeldung per E-Mail >>>
Hinweis: Bei Regenwetter wird der Rundgang auf einen späteren Termin verschoben.
Quelle des Beitragsbild: https://wikimapia.org/11975125/de/Ludwig-Barnay-Platz

