12. Juni 2026, 19:00 Uhr Berlin – Literatursalon Special: Bruno Tauts Leben und Wirken in Berlin und ab 1933 im Exil

Die Moderatorin des Literatursalons in der Frisierkunst Sabine Günther, lädt Sie im Rahmen der 100-Jahr-Feier der Papageiensiedlung zu einem Bildvortrag über den Künstler-Architekten Bruno Taut ein.

In diesem Special des Literatursalons geht es um Bruno Tauts Weltbild, die künstlerischen und zeitpolitischen Einflüsse, die seine Arbeit als avantgardistischer Architekt prägten und ihn zu einem Visionär des Schönen Lebens in der Stadt machten.

Bruno Taut konnte in den 20er Jahren in Berlin viele seiner schöpferischen Ideen einer modernen Baukunst, insbesondere im Siedlungsbau, in Verbindung mit der Gartenstadtidee umsetzen und avancierte zum Meister des farbigen Bauens.

Ab 1930 gab er als Professor an der Technischen Hochschule sein Wissen und sein Ideal eines konsequent sinnstiftenden und den Menschen in den Mittelpunkt stellenden Bauens an die Jüngeren weiter.

Nachdem er, von den Nazis als „Kulturbolschewist“ beschimpft, 1932 aus Deutschland fliehen musste, zuerst in Japan und ab 1936 in der Türkei lebte, arbeitete er bis zu seinem frühen Tod 1938 weiter an einer Theorie des Neuen Bauens, die den „schönen Gebrauch“ zum Maßstab erklärte: Wie die Räume ohne den Menschen aussehen, ist unwichtig, wichtig ist nur, wie die Menschen darin aussehen.(Bruno Taut)

Quelle des Beitragsbilds: Bruno Taut, 1934. Fotograf*in unbekannt. Akademie der Künste, Berlin, Bruno-Taut-Archiv, Nr. 402 F.2. CC BY-NC-ND. / Webseite: https://digital.adk.de/bruno-taut-alpine-architektur

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