24. FEBRUAR 2026, 18 UHR – LITERATURSALON: ERICH MARIA REMARQUE, DIE NACHT VON LISSABON

Zu unserem Literatursalon am 24. Februar 2026 lesen wir den Roman von Erich Maria Remarque Die Nacht von Lissabon.

Es gibt keine Rückkehr aus dem Exil. Wir sind eine Emigrantengeneration – ob wir weggegangen oder zu Hause geblieben sind. Die Füße der einen trugen sie aus Deutschland hinaus, unter den Füßen der anderen ist Deutschland weggegangen.
Erich Maria Remarque, 1961

Worum geht es?

Der namenlose Ich-Erzähler steht im Jahre 1942 nachts am Kai von Lissabon und starrt auf ein im Hafen liegendes Schiff. Er will mit seiner Frau Ruth in das rettende Exil nach Amerika flüchten, hat jedoch weder einen Pass noch das nötige Visum. Ein Fremder spricht ihn an und bietet ihm zwei Schiffskarten und die nötigen Papiere. Dafür haben will er nichts, nur seine Lebensgeschichte, die Geschichte eines verfolgten Exilanten, will er dem Ich-Erzähler berichten….
(https://www.histo-couch.de/titel/866-die-nacht-von-lissabon/)
Auf Youtube findet ihr sowohl das 2019 produzierte 2-teilige Hörspiel….
…. als auch die 1970/71 entstandene Fernsehverfilmung….
Eine Theater-Adaptation des Romans ist aktuell im Maxim Gorki Theater zu sehen:
Der Filmemacher und Theaterautor Hakan Savaş Mican hat Remarques 1962, mehr als zwanzig Jahre nach dessen eigener Emigration in die Vereinigten Staaten, erschienenen Roman für die Bühne des Maxim Gorki Theaters bearbeitet. Dafür ist er die europäische Fluchtroute der beiden Protagonisten noch einmal abgefahren und hat über seine Empfindungen dabei Tagebuch geführt. Immer wieder schiebt er die so entstandenen Textcollagen behutsam unter das Original, das dadurch aber nicht überschrieben oder in die Gegenwart transportiert wird, sondern eine zweite, leise begleitende Stimme bekommt.

Was erwartet Sie 2026 im Literatursalon?

Es soll weiterhin um „Berlin in der Literatur“ und um Belletristik gehen. Nachdem wir uns 2025 im Literatursalon der Literatur im Berlin der Weimarer Republik gewidmet haben, wollen wir uns im neuen Jahr dem zuwenden, was in und über Berlin während der Zeit des Nationalsozialismus geschrieben wurde.

Fast alle Schriftstellerinnen und Schriftsteller, deren Bücher wir 2025 gelesen haben, mussten Deutschland nach Hitlers Machtantritt 1933 verlassen. Sie gingen ins Exil.

Die Bücher, die sie im Exil schrieben, sind nicht nur biographisch, sondern vor allem auch literarisch interessant.

Ort: Kieztreff in der Frisierkunst, Wilskistr. 34, Eingang Riemeisterstr., 14169 Berlin (direkt an der U3, Onkel-Toms-Hütte)
Zeit: 18:00 – 20:00 Uhr

Die Teilnahme am Literatursalon ist kostenfrei.
Um Anmeldung per E-Mail an Sabine Günther wird gebeten >>>

Mehr zum Projekt KIEZTREFF der Kliq-Genossenschaft >

Nach oben scrollen